So machst du deine Wohnung welpensicher: Die ultimative Checkliste für ein sicheres Zuhause

So bereitest du dein Zuhause optimal auf den Welpen vor

Der Einzug eines Welpen gehört zu den schönsten Momenten für viele Hundebesitzer. Gleichzeitig bringt der neue Mitbewohner aber auch eine große Portion Neugier mit. Welpen erkunden ihre Umgebung mit der Nase, den Pfoten und vor allem mit dem Maul. Dieses natürliche Erkundungsverhalten ist wichtig für ihre Entwicklung, birgt im Haushalt jedoch zahlreiche Risiken. Stromkabel werden angeknabbert, Zimmerpflanzen untersucht und herumliegende Gegenstände schnell zum Spielzeug erklärt. Was für Menschen harmlos erscheint, kann für einen jungen Hund im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden.

Eine welpensichere Wohnung bedeutet deshalb weit mehr, als nur ein Hundebett und einen Futternapf bereitzustellen. Ziel ist es, potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen, bevor der Welpe mit ihnen in Kontakt kommt. Das schützt nicht nur den Hund vor Verletzungen, Vergiftungen oder Unfällen, sondern bewahrt auch Möbel, Kleidung und persönliche Gegenstände vor den typischen Spuren kleiner, neugieriger Vierbeiner.

Besonders in den ersten Lebensmonaten fehlt Welpen noch die Erfahrung, Risiken richtig einzuschätzen. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Kauspielzeug und einem Stromkabel oder zwischen einem Hundesnack und einer giftigen Zimmerpflanze. Umso wichtiger ist es, die Wohnung aus der Perspektive des Hundes zu betrachten und jeden Raum sorgfältig vorzubereiten.

Im folgenden Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine Wohnung welpensicher machst, welche Gefahrenquellen häufig übersehen werden und warum jede einzelne Maßnahme für die Gesundheit und Sicherheit deines Hundes wichtig ist.


1. Stromkabel und Steckdosen sichern

Kaum etwas zieht die Aufmerksamkeit eines Welpen so schnell auf sich wie ein lose herumliegendes Kabel. Es bewegt sich, lässt sich hervorragend greifen und lädt geradezu zum Kauen ein. Für junge Hunde kann diese Neugier allerdings lebensgefährlich werden. Wird die Isolierung eines Stromkabels beschädigt, drohen Stromschläge, schwere Verbrennungen im Maul oder Herzrhythmusstörungen. Im schlimmsten Fall entsteht sogar ein Kabelbrand.

Bevor dein Welpe einzieht, solltest du deshalb alle Räume sorgfältig kontrollieren. Kabel von Fernsehern, Lampen, Computern oder Ladegeräten lassen sich häufig problemlos hinter Möbeln verlegen oder in Kabelkanälen verstecken. Mehrfachsteckdosen sollten nicht frei auf dem Boden liegen und Ladekabel gehören nach der Nutzung wieder in den Schrank. Auch Steckdosen können mit handelsüblichen Kindersicherungen zusätzlich geschützt werden.

Diese Vorsichtsmaßnahmen reduzieren das Risiko schwerer Unfälle erheblich und sorgen gleichzeitig dafür, dass dein Welpe gar nicht erst lernt, Kabel als Spielzeug wahrzunehmen.


2. Giftige Zimmerpflanzen aus der Wohnung entfernen

Zimmerpflanzen schaffen eine angenehme Atmosphäre, doch viele beliebte Arten sind für Hunde giftig. Gerade Welpen knabbern häufig aus Neugier an Blättern oder graben begeistert in Blumentöpfen. Dabei reichen manchmal schon kleine Mengen aus, um gesundheitliche Probleme auszulösen.

Zu den bekanntesten giftigen Zimmerpflanzen gehören Dieffenbachien, Efeututen, Ficus-Arten, Einblatt, Drachenbaum, Fensterblatt, Alpenveilchen und Weihnachtsstern. Je nach Pflanze können Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall oder Kreislaufprobleme auftreten. Einige Arten enthalten Stoffe, die Herz, Nieren oder das Nervensystem beeinträchtigen können.

Viele Hundebesitzer stellen problematische Pflanzen einfach etwas höher. Diese Lösung ist jedoch nicht immer ausreichend. Blätter oder Blüten fallen herunter, Pflanzen wachsen und manche Welpen lernen erstaunlich schnell, auf Möbel zu springen. Sicherer ist es, giftige Pflanzen während der Welpenzeit vollständig aus den zugänglichen Wohnbereichen zu entfernen oder durch ungiftige Alternativen zu ersetzen.

Vergiss dabei auch die Blumenerde nicht. Einige Dünger enthalten Stoffe, die Hunde nicht aufnehmen sollten. Außerdem entwickeln sich in dauerhaft feuchter Erde gelegentlich Schimmelpilze, die ebenfalls gesundheitsschädlich sein können.


3. Medikamente, Reinigungsmittel und Chemikalien sicher verschließen

Viele Vergiftungsnotfälle bei Hunden entstehen im eigenen Haushalt. Medikamente, Putzmittel oder Waschmittel gehören deshalb grundsätzlich in verschlossene Schränke und niemals auf den Boden oder niedrige Ablagen.

Besonders gefährlich sind Schmerzmittel für Menschen. Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol können bei Hunden bereits in vergleichsweise kleinen Mengen schwere Organschäden verursachen. Gleiches gilt für zahlreiche Reinigungsmittel, Entkalker, WC-Reiniger oder Spülmaschinentabs. Ihre Inhaltsstoffe können Schleimhäute verätzen oder den Verdauungstrakt schädigen.

Eine oft unterschätzte Gefahr sind Waschmittel-Pods. Ihre weiche Hülle erinnert viele Welpen an einen Ball oder ein Kauspielzeug. Wird ein Pod zerbissen, gelangt hochkonzentriertes Waschmittel direkt in Maul und Magen.

Kontrolliere deshalb regelmäßig, ob Medikamente oder Chemikalien offen herumliegen. Auch Handtaschen, Einkaufstaschen oder Rucksäcke enthalten häufig risikoreiche Gegenstände und sollten nicht unbeaufsichtigt auf dem Boden stehen.


4. Gefährliche Lebensmittel außer Reichweite aufbewahren

Der ausgezeichnete Geruchssinn eines Welpen führt ihn zuverlässig zu allem, was essbar riecht. Leider unterscheiden Hunde nicht zwischen gesunden Snacks und gefährlichen Lebensmitteln. Deshalb solltest du in der Küche besonders aufmerksam sein.

Schokolade zählt zu den bekanntesten Gefahren. Sie enthält Theobromin, das Hunde nur sehr langsam abbauen können. Je dunkler die Schokolade, desto höher ist meist der Gehalt. Auch Weintrauben und Rosinen können bereits in kleinen Mengen zu akutem Nierenversagen führen, wobei die individuelle Empfindlichkeit stark variiert.

Ebenso problematisch sind Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol, Avocados sowie Lebensmittel mit dem Süßstoff Xylit. Letzterer kann innerhalb kurzer Zeit einen starken Abfall des Blutzuckers verursachen und schwere Leberschäden nach sich ziehen.

Lass Lebensmittel deshalb niemals unbeaufsichtigt auf dem Couchtisch oder der Küchenarbeitsplatte liegen. Schon nach wenigen Wochen gelingt es vielen Welpen, sich auf die Hinterbeine zu stellen und scheinbar unerreichbare Gegenstände herunterzuziehen.


5. Mülleimer und Biomüll sichern

Ein Mülleimer wirkt auf einen Welpen wie ein großes Buffet. Unterschiedliche Gerüche, Essensreste und Verpackungen wecken sofort seine Neugier. Gleichzeitig lauern dort zahlreiche Gefahren.

Im Restmüll befinden sich häufig gekochte Knochen, Verpackungen, Alufolie oder verdorbene Lebensmittel. Verschluckte Fremdkörper können zu Darmverschlüssen führen oder scharfe Knochen den Verdauungstrakt verletzen. Im Biomüll entwickeln sich zudem Schimmelpilze, deren Giftstoffe bei Hunden schwere neurologische Symptome hervorrufen können.

Auch Kaffeesatz oder Teebeutel gehören nicht in Reichweite eines Hundes. Koffein und Theobromin wirken auf Hunde deutlich stärker als auf Menschen und können bereits in kleinen Mengen gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Ideal sind Mülleimer mit fest schließendem Deckel oder Schränke mit integrierten Abfallsystemen. Dadurch wird verhindert, dass dein Welpe überhaupt erst lernt, im Müll nach Futter zu suchen.


6. Badezimmer und Hauswirtschaftsraum nicht vergessen

Während Wohnzimmer und Küche meist gründlich vorbereitet werden, geraten Badezimmer und Hauswirtschaftsraum häufig in Vergessenheit. Dabei befinden sich gerade dort zahlreiche Gegenstände, die für einen Welpen gefährlich werden können. Medikamente, Rasierer, Wattestäbchen oder Kosmetikprodukte liegen oft offen herum und werden schnell zum vermeintlichen Spielzeug.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Waschmittel, Weichspüler und Reinigungsmittel. Vor allem flüssige Waschmittel und sogenannte Pods bergen ein hohes Risiko. Ihre bunte Optik macht sie für Welpen besonders interessant. Werden sie zerbissen, können die konzentrierten Inhaltsstoffe Verätzungen im Maul sowie Schäden an Augen und Verdauungstrakt verursachen.

Auch offene Putzeimer sollten niemals unbeaufsichtigt stehen bleiben. Selbst wenn das Wasser sauber aussieht, können sich darin Rückstände von Reinigungsmitteln befinden. Darüber hinaus trinken manche Hunde aus der Toilette. Deshalb empfiehlt es sich, den Toilettendeckel grundsätzlich geschlossen zu halten, insbesondere wenn WC-Reiniger verwendet wurden.

Wer alle Medikamente, Pflegeprodukte und Reinigungsmittel in verschließbaren Schränken aufbewahrt, reduziert das Risiko einer Vergiftung erheblich.


7. Fenster, Balkone und Kippfenster sichern

Frische Luft gehört zum Alltag, offene Fenster können jedoch schnell zur Gefahr werden. Während ausgewachsene Hunde meist vorsichtiger sind, fehlt Welpen oft noch das Bewusstsein für Höhen oder Absturzrisiken. Besonders Balkone und bodentiefe Fenster sollten deshalb sorgfältig gesichert werden.

Ein häufig unterschätztes Risiko stellen Kippfenster dar. Versucht ein Hund hindurchzuklettern oder rutscht beim Hinausschauen ab, kann er sich zwischen Fensterrahmen und Flügel einklemmen. Dabei drohen schwere Verletzungen der Wirbelsäule, der inneren Organe oder der Blutgefäße. Tierärzte behandeln jedes Jahr zahlreiche Tiere mit sogenannten Kippfensterverletzungen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Fenster sollten deshalb entweder vollständig geschlossen oder weit geöffnet und nur unter Aufsicht genutzt werden. Für Balkone bieten stabile Schutznetze zusätzliche Sicherheit. Achte außerdem darauf, dass keine Stühle, Kisten oder Pflanzkübel direkt am Geländer stehen. Sie könnten dem Welpen als Kletterhilfe dienen.


8. Treppen und rutschige Böden absichern

In den ersten Lebensmonaten befinden sich Knochen und Gelenke eines Welpen noch im Wachstum. Übermäßiges Treppensteigen oder Stürze können den Bewegungsapparat unnötig belasten. Besonders glatte Holz- oder Steintreppen erhöhen das Verletzungsrisiko zusätzlich.

Treppenschutzgitter sind deshalb eine sinnvolle Investition. Sie verhindern, dass der Welpe unbeaufsichtigt Treppen benutzt, und geben ihm Zeit, seine Koordination langsam zu entwickeln. Muss der Hund in eine andere Etage, empfehlen viele Tierärztinnen und Tierärzte sowie Züchter, ihn während der ersten Wochen möglichst zu tragen.

Auch glatte Böden verdienen Aufmerksamkeit. Fliesen, Laminat oder Parkett können dazu führen, dass ein Welpe beim Rennen ausrutscht. Rutschfeste Teppiche oder Läufer sorgen für mehr Halt und entlasten die Gelenke während des Wachstums.


9. Kleinteile und zerbrechliche Gegenstände wegräumen

Welpen erkunden ihre Umgebung mit dem Maul. Alles, was sich bewegen oder leicht aufnehmen lässt, wird untersucht. Dabei besteht die Gefahr, dass kleine Gegenstände verschluckt werden oder zu Verletzungen führen.

Besonders kritisch sind Knopfzellen, Batterien, Münzen, Schrauben, Büroklammern oder Schmuck. Während manche Fremdkörper einen Darmverschluss verursachen können, setzen Knopfzellen beim Kontakt mit Speichel ätzende Stoffe frei und können innerhalb kurzer Zeit schwere Gewebeschäden verursachen.

Auch Dekorationsartikel sollten kritisch betrachtet werden. Glasvasen, Kerzenhalter oder Porzellanfiguren können beim Herunterfallen zerbrechen und scharfkantige Splitter hinterlassen. Duftkerzen, Duftöle oder Räucherstäbchen enthalten teilweise ätherische Öle, die für Hunde reizend oder sogar giftig sein können.

Neben dem Sicherheitsaspekt schützt ein aufgeräumtes Zuhause auch deine Einrichtung. Fernbedienungen, Brillen, Kopfhörer oder Schuhe gehören zu den Gegenständen, die besonders häufig angekaut werden. Werden sie konsequent weggeräumt, lernt der Welpe gar nicht erst, dass diese Dinge interessant sein könnten.


10. Schnüre, Gardinenbänder und lose Kabel beseitigen

Nicht nur Stromkabel stellen eine Gefahr dar. Auch Schnüre von Rollos oder Jalousien, Geschenkbänder, Paketschnur oder Nähgarn können problematisch werden. Viele dieser Gegenstände bewegen sich leicht und lösen dadurch den natürlichen Jagd- und Spieltrieb eines Welpen aus.

Verheddert sich der Hund beim Spielen in einer Schlaufe, besteht die Gefahr von Strangulationen oder Verletzungen an Hals und Pfoten. Noch größer wird das Risiko, wenn Schnüre verschluckt werden. Fadenförmige Fremdkörper können sich im Verdauungstrakt festsetzen und den Darm schwer verletzen. Solche Verletzungen müssen häufig operativ behandelt werden.

Binde Zugbänder von Rollos deshalb möglichst hoch oder verwende spezielle Halterungen. Lose Schnüre sollten grundsätzlich nicht offen herumliegen. Dasselbe gilt für Geschenkband, Wolle oder Garn, die nach Bastelarbeiten oder Geschenkverpackungen häufig unbeabsichtigt auf dem Boden zurückbleiben.

Ein kurzer Kontrollgang durch die Wohnung aus der Perspektive des Welpen hilft dabei, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

11. Geeignetes Kauspielzeug bereitstellen

Kauen gehört zu den wichtigsten natürlichen Verhaltensweisen eines Welpen. Es dient nicht nur der Erkundung der Umwelt, sondern spielt auch während des Zahnwechsels eine wichtige Rolle. Zwischen dem dritten und siebten Lebensmonat werden die Milchzähne nach und nach durch das bleibende Gebiss ersetzt. In dieser Phase verspüren viele Welpen einen verstärkten Kaudrang, weil das Kauen den Druck auf das Zahnfleisch lindern kann.

Wer ausschließlich verbietet, aber keine Alternativen anbietet, macht es seinem Hund unnötig schwer. Hochwertiges, altersgerechtes Kauspielzeug hilft dabei, dieses natürliche Bedürfnis in die richtigen Bahnen zu lenken. Gleichzeitig lernt der Welpe, welche Gegenstände zum Kauen gedacht sind und welche nicht. Das erleichtert die Erziehung und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Möbel, Schuhe oder Tischbeine beschädigt werden.

Achte darauf, dass das Spielzeug zur Größe und Beißkraft des Welpen passt. Es sollte robust verarbeitet sein und keine Kleinteile enthalten, die sich lösen und verschluckt werden könnten. Kontrolliere das Spielzeug regelmäßig auf Beschädigungen und tausche es aus, sobald Risse oder scharfe Kanten entstehen.


12. Garten, Terrasse und Außenbereich sichern

Wer einen Garten oder eine Terrasse besitzt, sollte diese Bereiche genauso sorgfältig vorbereiten wie die Wohnung. Gerade in den ersten Wochen entdecken Welpen jede noch so kleine Lücke im Zaun oder unter einer Hecke. Was für einen erwachsenen Hund kein Problem darstellt, kann für einen kleinen Welpen schnell zur Fluchtmöglichkeit werden.

Kontrolliere deshalb die gesamte Grundstücksbegrenzung auf Spalten, Löcher oder beschädigte Zaunelemente. Auch Gartentore sollten zuverlässig schließen und nicht versehentlich offen stehen bleiben.

Darüber hinaus befinden sich im Garten zahlreiche Stoffe, die für Hunde gefährlich sein können. Dazu gehören Dünger, Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichter und insbesondere Schneckenkorn. Schon geringe Mengen können schwere Vergiftungen mit Krampfanfällen verursachen. Gleiches gilt für Ratten- oder Mäusegift, das niemals frei zugänglich sein darf.

Auch die Bepflanzung verdient Aufmerksamkeit. Pflanzen wie Oleander, Goldregen, Eibe, Kirschlorbeer oder Herbstzeitlose zählen zu den bekanntesten Giftpflanzen für Hunde. Informiere dich daher vor dem Einzug, welche Pflanzen sich auf deinem Grundstück befinden.

Falls sich auf dem Grundstück ein Gartenteich, ein Pool oder eine Regentonne befindet, sollten auch diese abgesichert werden. Obwohl viele Hunde schwimmen können, gelingt es jungen Welpen nicht immer, selbstständig wieder aus dem Wasser herauszuklettern.


13. Einen festen Rückzugsort schaffen

Eine welpensichere Wohnung besteht nicht nur aus der Beseitigung von Gefahren. Genauso wichtig ist ein Platz, an dem sich der junge Hund sicher fühlt und ungestört zur Ruhe kommen kann.

Der Umzug in ein neues Zuhause bedeutet für einen Welpen eine große Veränderung. Er muss sich an unbekannte Menschen, neue Gerüche und zahlreiche Eindrücke gewöhnen. Diese Reize verarbeitet er vor allem im Schlaf. Je nach Alter schlafen Welpen bis zu 20 Stunden am Tag. Ausreichende Ruhephasen sind daher entscheidend für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung.

Der Schlafplatz sollte sich an einem ruhigen Ort befinden, gleichzeitig aber nicht vollständig vom Familienleben abgeschottet sein. So fühlt sich der Welpe sicher, ohne sich ausgeschlossen zu fühlen. Ein bequemes Hundebett oder eine Hundebox, die ausschließlich positiv aufgebaut wird, kann dabei helfen, einen festen Ruhebereich zu schaffen.

Wichtig ist, dass Kinder und Besucher den Rückzugsort respektieren. Schläft der Welpe oder zieht er sich dorthin zurück, sollte er nicht gestört werden. So lernt er von Anfang an, dass er jederzeit einen sicheren Ort hat, an dem er entspannen kann.


14. Für Notfälle vorbereitet sein

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Unfälle nie vollständig ausschließen. Umso wichtiger ist es, im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Speichere bereits vor dem Einzug die Telefonnummer deiner Haustierarztpraxis sowie der nächstgelegenen Tierklinik im Smartphone. Gerade nachts oder an Feiertagen kann jede Minute entscheidend sein.

Auch eine kleine Hunde-Hausapotheke ist sinnvoll. Sie ersetzt keine tierärztliche Behandlung, ermöglicht aber eine schnelle Erstversorgung kleinerer Verletzungen. Zur Grundausstattung gehören unter anderem sterile Kompressen, elastische Fixierbinden, eine Zeckenzange, eine stumpfe Verbandsschere und eine sterile Kochsalzlösung zum Ausspülen oberflächlicher Wunden.

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, solltest du niemals eigenständig Hausmittel anwenden oder versuchen, den Hund zum Erbrechen zu bringen. Einige Stoffe können dabei zusätzliche Schäden verursachen. Kontaktiere stattdessen umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und nimm, wenn möglich, die Verpackung oder eine Probe der aufgenommenen Substanz mit. Das erleichtert eine schnelle Diagnose und Behandlung. Auch ein verschluckter Fremdkörper, wie ein Spiel- oder Legostein ist ein Fall für die Tierklinik!


15. Die Wohnung regelmäßig aus Welpensicht kontrollieren

Eine Wohnung einmal welpensicher zu machen, reicht nicht aus. Welpen wachsen erstaunlich schnell. Bereits nach wenigen Wochen erreichen sie höhere Regale, öffnen Schranktüren oder springen auf Möbel, die zuvor unerreichbar waren.

Deshalb lohnt es sich, die Wohnung regelmäßig aus der Perspektive des Hundes zu betrachten. Liegen neue Ladekabel offen? Wurde eine Einkaufstasche auf dem Boden abgestellt? Steht eine Zimmerpflanze inzwischen in Reichweite? Solche Veränderungen entstehen oft unbemerkt und können schnell zu einer Gefahrenquelle werden.

Auch Besucher bringen häufig Risiken mit. Handtaschen enthalten nicht selten Medikamente oder Kaugummis mit Xylit. Bitte Gäste daher freundlich, ihre Taschen außer Reichweite des Welpen abzulegen.

Ein regelmäßiger Sicherheitscheck dauert meist nur wenige Minuten, trägt aber wesentlich dazu bei, Unfälle zu vermeiden. Gleichzeitig unterstützt eine gut vorbereitete Umgebung die Erziehung, weil der Welpe gar nicht erst ständig mit verbotenen Gegenständen in Kontakt kommt.


Eine sichere Umgebung ist der beste Start ins Hundeleben

Wenn ein Welpe einzieht, verändert sich der Alltag grundlegend. Das Zuhause wird zum Abenteuerspielplatz, auf dem jeder Gegenstand neugierig untersucht wird. Indem du deine Wohnung rechtzeitig vorbereitest, schaffst du die besten Voraussetzungen für einen sicheren und entspannten Start.

Dazu gehört weit mehr, als lediglich Stromkabel zu verstecken oder giftige Pflanzen zu entfernen. Erst das Zusammenspiel vieler kleiner Maßnahmen macht eine Wohnung wirklich welpensicher. Gesicherte Fenster und Balkone, verschlossene Schränke für Medikamente und Reinigungsmittel, ein geschützter Außenbereich sowie ein fester Rückzugsort tragen gleichermaßen dazu bei, das Verletzungs- und Vergiftungsrisiko deutlich zu reduzieren.

Gleichzeitig erleichtert eine gut vorbereitete Umgebung die Erziehung. Dein Welpe kann seine neue Welt entdecken, ohne ständig in gefährliche Situationen zu geraten oder unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln. Regelmäßige Sicherheitskontrollen helfen außerdem dabei, neue Gefahren frühzeitig zu erkennen, denn mit jeder Woche wächst dein Hund und erweitert seinen Aktionsradius.

Wer die Wohnung aus der Sicht eines neugierigen Welpen betrachtet und potenzielle Risiken konsequent beseitigt, legt den Grundstein für ein sicheres, gesundes und harmonisches Zusammenleben.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann sollte ich die Wohnung welpensicher machen?

Am besten einige Tage vor dem Einzug des Welpen. So bleibt genügend Zeit, alle Räume in Ruhe zu überprüfen und mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen.

Welche Zimmerpflanzen sind für Welpen giftig?

Zu den häufigsten giftigen Zimmerpflanzen gehören Dieffenbachie, Efeutute, Ficus, Einblatt, Drachenbaum, Fensterblatt, Alpenveilchen und Weihnachtsstern. Vor dem Einzug solltest du prüfen, ob sich solche Pflanzen in deiner Wohnung befinden.

Welche Lebensmittel sind für Welpen besonders gefährlich?

Schokolade, Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol sowie Lebensmittel mit Xylit sollten für Hunde grundsätzlich unerreichbar aufbewahrt werden.

Sind Kippfenster wirklich gefährlich?

Ja. Kippfenster können schwere Verletzungen verursachen, wenn ein Hund darin hängen bleibt. Deshalb sollten sie niemals unbeaufsichtigt geöffnet bleiben.