Weihnachtsplätzchen für Hunde

Die Advents- und Weihnachtszeit gehört für viele Menschen zu den schönsten Wochen des Jahres. Während auf dem Plätzchenteller Zimtsterne, Vanillekipferl und Lebkuchen liegen, sollen auch Hunde oft eine kleine Aufmerksamkeit erhalten. Herkömmliche Weihnachtsplätzchen sind für Hunde allerdings ungeeignet. Zucker, Schokolade, Xylit, Rosinen oder größere Mengen Gewürze können gesundheitliche Risiken bergen.

Selbst gebackene Hundekekse bieten eine gute Alternative. Der Vorteil: Die Zutaten sind bekannt und können gezielt auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt werden. Trotzdem gilt auch für selbst gebackene Weihnachtsplätzchen: Sie sind Leckerchen und kein Ersatz für eine ausgewogene Hauptmahlzeit. Aufgrund ihres Energiegehalts sollten sie bei der täglichen Rationsplanung berücksichtigt werden.

Rezept für Weihnachtsplätzchen für Hunde

Zutaten

  • 150 g zarte Haferflocken
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 kleiner Apfel (z. B. Boskop oder Elstar)
  • 1 reife Banane
  • 80 g frische Cranberries
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Ei (Größe M)

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Haferflocken in einem Mixer oder Blitzhacker zu feinem Hafermehl mahlen und mit dem Dinkelvollkornmehl vermengen.

Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und fein reiben. Die Banane mit einer Gabel zerdrücken und zusammen mit dem geriebenen Apfel in eine Schüssel geben.

Die Cranberries sehr fein hacken oder kurz im Mixer zerkleinern und unter die Obstmischung rühren.

Das Kokosöl vorsichtig schmelzen und zusammen mit dem Ei sowie der Mehlmischung zu den übrigen Zutaten geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ist der Teig noch zu klebrig, kann etwas zusätzliches Dinkelmehl eingearbeitet werden.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa drei bis fünf Millimeter dick ausrollen und nach Belieben Weihnachtsmotive ausstechen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 15 bis 20 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.

Je nach Größe entstehen ungefähr 60 bis 75 Hundekekse.

Für diese Weihnachtkekse wurde ein Prägeausstecher* verwendet. Diesen findet man im gut sortierten Haushaltswarengeschäft oder bei Amazon. Selbstverständlich geht auch jeder andere Ausstecher, den man gerade zur Hand hat.

Wie geeignet sind die einzelnen Zutaten?

Die Kombination aus Haferflocken und Dinkelvollkornmehl liefert komplexe Kohlenhydrate sowie Ballaststoffe. Hunde können Stärke grundsätzlich gut verwerten, sofern sie durch Erhitzen aufgeschlossen wurde. Hafer gilt zudem als gut bekömmlich und liefert neben Energie auch Mineralstoffe und lösliche Ballaststoffe, die die Darmflora unterstützen können.

Der Apfel bringt etwas Feuchtigkeit, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in den Teig. Wichtig ist, ausschließlich das Fruchtfleisch zu verwenden und das Kerngehäuse vollständig zu entfernen, da Apfelkerne cyanogene Verbindungen enthalten.

Bananen liefern leicht verfügbare Kohlenhydrate sowie Kalium. Aufgrund ihres vergleichsweise hohen Zuckergehalts sollten sie jedoch nur in moderaten Mengen eingesetzt werden. Im vorliegenden Rezept verteilt sich eine Banane allerdings auf viele einzelne Kekse, sodass die Menge pro Keks gering bleibt.

Frische Cranberries enthalten verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C. Häufig werden ihnen positive Eigenschaften für die Harnwege zugeschrieben. Wissenschaftlich ist jedoch vor allem beim Hund bislang nicht eindeutig belegt, dass kleine Mengen Cranberries gesunde Tiere vor Harnwegserkrankungen schützen. Sie können das Rezept geschmacklich bereichern, sollten aber nicht als funktioneller Gesundheitszusatz verstanden werden.

Das Ei liefert hochwertiges Protein und verbessert gleichzeitig die Bindung des Teiges. Durch das Backen wird das Ei vollständig gegart und kann vom Hund gut verdaut werden.

Kokosöl sorgt für eine angenehme Konsistenz und verbessert die Haltbarkeit der Kekse. Es enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren und erhöht den Energiegehalt der Plätzchen.

Weihnachtsplätzchen gehören in die Tagesration

Auch selbst gebackene Hundekekse liefern Energie. Deshalb sollten sie nicht zusätzlich zur normalen Futtermenge gefüttert werden, sondern in die tägliche Ration eingerechnet werden. Andernfalls kann die Energieaufnahme unbemerkt steigen, was langfristig Übergewicht begünstigt.

Als Faustregel sollten Leckerchen – unabhängig davon, ob gekauft oder selbst gebacken – nicht mehr als etwa zehn Prozent der täglichen Energieaufnahme ausmachen. Erhält ein Hund mehrere Weihnachtsplätzchen am Tag, empfiehlt es sich daher, die Hauptfuttermenge entsprechend leicht zu reduzieren.

Besonders bei kleinen Hunderassen, Senioren oder Hunden mit geringem Energiebedarf machen bereits wenige zusätzliche Kekse einen relevanten Anteil der täglichen Energiezufuhr aus.

Fazit

Selbst gebackene Weihnachtsplätzchen sind eine schöne Möglichkeit, den eigenen Hund in der Adventszeit zu verwöhnen. Durch die Auswahl geeigneter Zutaten lässt sich auf Zucker, problematische Süßstoffe und andere für Hunde ungeeignete Bestandteile verzichten. Das vorgestellte Rezept liefert schmackhafte Kekse, die sich auch gut als kleines Geschenk für andere Hundehalter eignen.

Trotzdem bleiben Weihnachtsplätzchen Leckerchen. Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung und sollten immer maßvoll gefüttert sowie bei der Berechnung der täglichen Futterration berücksichtigt werden. So können Hunde die Weihnachtszeit genauso genießen wie ihre Menschen – ohne dass Gesundheit oder Figur darunter leiden.

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